Was soll eigentlich dieses ganze Pornozeugs im Internet? Was müssen unsere Kinder nur für einen Schaden davon tragen, wenn die das dauernd ertragen müssen?
Müssen die das wirklich? Eigentlich nur, wenn man danach sucht. Aber schlimm ist es trotzdem.
Warum eigentlich?
Ist eigentlich doch klar. Pornos schaden die in der Entwicklung befindlichen Jugendlichen.
Sagt wer? Die Kirche? Die anderen?
Wie wäre es mal das ganze wissenschaftlich zu untermauern?
Es muss ja nicht gleich solche Ausführungen sein, die ‘belegen’ was für schlimme Krankheiten man dadurch bekommt, fast wie bei Selbstbefriedigung, wo man blind wird. Nein richtige mit entsprechend vielen Probanden, oder Untersuchungen mit einer großen Menge. Und keine, die das Ergebnis schon vorweg nehmen.
Und? Ja da wird es schwierig. Es gibt eigentlich nicht vernünftiges dazu.
Bis auf eine neue Studie von Prof. Dr. Kurt Starke “Pornografie und Jugend – Jugend und Pornografie” (hier das Origina:l “Pornografie und Jugend – Jugend und Pornografie”)

Kurz gefasst kommt er zum Schluss dass mit dem Vorurteil Pornografie wäre für Jugendlsche schädlich, Schluss gemacht werden müsste. Und das ein Verbot im Gegenteil schädlich wäre.
Im Prinzip kann man da selbst drauf kommen, wenn etwas Wertefreier an die Sache ran gehen würde, aber die meisten Menschen nehmen es wohl als unumstößliche Wahrheit hin ohne darüber nachzudenken. Wie schädlich das sein kann, sieht man ja an vielen Beispielen, ich denke da an die arme Sahrah Palin, die bei Ihrer Erziehung wohl auch nicht ganz den erwünschten Effekt erzielt hat.
Das interessante an dieser gebetsmühlenartigen Wiederholungen von falschen Tatsachen ist, dass sie sich selbst zementieren. Der dadurch entstandene seelische Schaden verhindert das nachdenken über den Sinn und erzwingt die Weitergabe der Fehlinformation und Schädigung der eigenen Kinder.
Aber es gibt interessanterweise sogar unser Bundesverfassungsgericht, dem Gericht, dem ich bekannter weise immer mehr Wertschätzung entgegenbringe, das festgestellt hat, dass die Schädlichkeit von Pornografie gar nicht erwiesen ist: Bundesverfassungsgericht gestaltet Jugendschutz nicht mit Nachweis der Schädlichkeit von Pornografie für Minderjährige fehlt nach wie vor.
Und bei Heise ist auch ein guter Artikel dazu.
Alles könnte so schön einfach sein und es würde auch noch Spaß machen, aber nein…


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Sollen die sich doch dagegen sträuben, solange sie wollen. Solange die hier nicht auf China machen und das Internet komplett abschalten, können unsere lieben Politiker gegen Pornos sowieso nicht viel unternehmen. Und mal ehrlich, je mehr Pornographie tabuisiert wird, desto mehr werden Jugendliche darauf abfahren, oder?
Eine etwas gründlichere Fehlerkorrektur wäre durchaus hilfreich um den Artikel lesbarer zu machen. Ich bin selbst kein Rechtschreibfetischist, aber hier sind schon ein paar Brocken dabei, die selbst mir unangenehm auffallen
Vom Inhalt her stimm ich dem zu – es gibt keine wirkliche wissenschaftliche Grundlage für einen Schaden. Wohl aber kann Pornographie die Erwartungshaltung und Realitätswahrnehmung äußerst negativ beeinflussen, wie es das “normale” Unterhaltungsprogramm ja sowieso schon tut.
Deutschland ist doch auf dem besten Weg dazu sich genau so zu verhalten wie China. Zensur hier Zensur da. Anstatt die Eltern mal in die Verarntwortung mit ein zu beziehen wird einfach munter zensiert.
Was sowas anbelangt geht Deutschland ganz langsam den Bach runter und alle schauen zu. Ich sage nur wählt die Piraten dann wachen von den Betonköpfen mal welche auf
Man bekommt es bereits als kleinstes Kind mit, wenn die Weltern mal wieder sagen das verbotene Dinge am meisten Spaß machen, oder sich in ähnlicher Form ausdrücken. Dies bedeutet doch im eigentlichen Rückschluss, wer es noch nicht gesehen hat, wird es spätestens dann, wenn es verboten ist tun, denn hier werden jetzt die “coolen” damit prahlen das sie schon weiss der Geier was gesehen haben. Was andere nur gleich machen wollen.
Im Grunde ist diese ganze Verbotsgeschichte total für den Popo. Selbst wenn man außen vor lässt das Kinder gerade das Verbotene ausprobieren wollen. So unterstellt man den Eltern, teilweise zurecht, das sie nicht in der Lage sind zu kontrollieren was ihre Kinder im Internet machen. Man sollte da eher mal etwas verstärkt die Eltern schulen und belehren, anstelle einfach auf diese ‘Einfache’ Weise alles nur noch schlimmer zu machen.
wie wahr
Niemand will Zensur und niemand will sich den Sex verbieten lassen… Schon klar!
Aber “hm” hat schon Recht: Die Dominanz von Pornographie erschwert jungen Menschen massiv, eine selbstbestimmte Sexualität zu entwicklen. Die Schädigung liegt dann in der pervertierten Vorstellung von Intimität.
Die “alltägliche” Pornographie in Musikclips, in der Werbung und überall vermitteln eine groteske Norm: Die 13-Jährigen glauben, man müsse das so machen: hart, geil, nackt. Das alte 68er-Paradigma von freier Sexualität trägt dazu bei, das ein gewisses Feingefühl und das Vertrauen in die eigenen Bedürfnisse ohrenbetäubend laut übertönt wird.
Erstaunlich finde ich, das immer noch vermutet wird, der Sex werde unterdrückt und tabuisiert… Mal ein bisschen Foucault lesen!!! Der war vor 40 Jahren schon viel weiter. http://www.amazon.de/Sexualit%C3%A4t-Wahrheit-suhrkamp-taschenbuch-wissenschaft/dp/3518283162
Da ich noch weitgehend ohne Internet aufgewachsen bin, bin ich noch mit einer recht wenig von Pornos beeinflussten Vorstellung vom Sex in mein erstes Mal gegangen. Was soll ich sagen? Die ganzen “fast gynaekologischen” Nahaufnahmen, etc, das hatte ich ploetzlich alles in der Realitaet. Es ist ja nicht so, als waere realer Sex zensiert und vorabendprogrammfaehig.
Klar, dass in vielen Filmen die Frauen von den Maennern dominiert werden und “stark vereinfachte Verhaltensmuster an den Tag legen”. Aus Actionfilmen aber gehen die Jugendlichen auch raus und rennen nicht ploetzlich ueber Baukraehne oder springen von Hausdach zu Hausdach.
Die Schaeden, die hm und louise hier anfuehren und als Fakt hinstellen, sind genau das, was immer behauptet aber nie nachgewiesen wird.
“The internet is for porn” – wie sehr das stimmt, lässt sich am besten anhand von nackten Zahlen zeigen. Wie viele User gucken eigentlich Pornos im Netz? Sind da auch Frauen dabei? Doch trotzdem du hast Recht, Kinder sind da eher ungeschützt- man soll was unternehmen. Doch die Lösungen, die ich bisher gehört habe, waren keine.
Mein Versuch war es ironisch zu zeigen, dass das ‘Schützen’ der Jugendlichen vor Erotik nach hinten los geht.
Keine Ahnung, was wie schadet. Die Bilder hier sicherlich niemandem. Derbes Hardcore-Zeug möchte ich meinen Mädels jedenfalls nicht zumuten. Aber da würden die eh weggucken, da die das peinlich finden. Reguliert sich also freundlicherweise selber. Gewalt finde ich wesentlich krasser – da bietet die ganz normale Tagesschau und die Primetime im TV schon genug.
Man braucht doch nur mit den Kids mal drüber reden oder sich an seine eigene Jugend-Zeit erinnern, dann kennt man die Antwort: Natürlich ist Porn *nicht* schädlich so ein Quatsch! Frage mich eh welche dummen Spießer damit mal angefangen haben das zu behaupten…
Früher sind Kinder auch in Europa ganz normal mit dem Sex ihrer Eltern aufgewachsen, da waren alle in einem Raum, die ganze Familie – und es war einfach normal. Heute ist das noch so in anderen Ländern. Unnatürlich ist es, die Kinder vom Sex fernzuhalten.
Es ist absoluter Blödsinn, dass Porn schädlich oder desgleichen ist. Zudem, wenn man Kindern etwas verbietet oder gar Jugendlichen, wird der Reiz noch viel größer. Einfach mal mit den Kindern hinsetzen und darüber reden, dies ist wohl die älteste und beste Variante.
Ich halte das ehrlich gesagt auch für ziemlichen Blödsinn. Das sich Kinder immer früher in Kontakt mit Porno und Gewalt kommen führt eher dazu, dass sie immer schneller erwachsen werden.
Ich möchte die illustere Runde ja nicht stören aber spätestens seit Russels Theorie “Die Gesetze des sozialen Lernens” gibt es einen allgemein psychologischen Konsens, dass sämtliche Massenmedien (dazu zählt dank des internets auch sicherlich die barrierefreie Überflutung mit freier und gewaltverherrlichender Pornografie), aufgrund unser neuroplastizitären Hirnstruktur unseren Lernprozess beeinflussen und somit einen prägenden Charakter besitzen.
Das heißt im Klartext: Wenn unsere Kinder durch die Sesamstraße das Zählen erlernen, dann liegt es doch wohl auf der Hand, das man auch das Vergewaltigen und das Erniedrigen von Frauen erlernen kann und Erlernen wird, wenn man dessen Einfluss ausgesetzt wird.
Im Prinzip sollte das aber auch jedem Menschen, spätestens nach den Erfahrungen des Dritten Reiches klar sein.
Manchmal kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln, sorry!
Wer redet von Vergewaltigung?
Wenn also Sex bei Dir nur Vergewaltigung und Erniedrigung ist, dann tust du mir Leid,
und viel mehr noch deine eventuelle Partner(in).
Genau das ist die Konsequenz aus der ganzen Prüderie. Man verbindet Sex nur mit Gewallt, will man selbst Sex, greift man also zur Gewallt.
Ich denke auch, das Gewalt das Problem dieser Gesellschaft ist, nicht Pornografie. Jedenfalls im Bezug auf die “Jugend”.
Jedenfalls lassen die Statistiken zur Pornografie (z.B. in Dänemark) andere Schlüsse nicht zu.
Das heißt nicht, das ich Pornografie gut finde. Die von lehrwart genannten Dinge sind ja nicht neu. Kindliche Prägungen haben immer eine Ursache in dem was erlebt oder gesehen wurde.
Insofern wäre es für Eltern hilfreich, wenn man den Kindern oder Jugendlichen das Gebiet der Liebe komplexer vermitteln könnte. Also, wenn man die Jugendlichen beim Pornokonsum erwischt, könnte man ihnen sagen, das das nur ein Geschäft ist. Das echte Leben sieht anders aus, nämlich,… schau mal auf diese Seite…. wenn es die denn gäbe.
Die Angebote anspruchsvoller Erotik oder Liebe werden ja gleich mitverteufelt. Schade.